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KIT.kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 07/2026)
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Sehr geehrte Journalistin, sehr geehrter Journalist,
heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der monatlichen Pressenachrichten aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Wir wollen Sie in kompakter Form über spannende Forschungsthemen informieren und freuen uns, wenn passende Nachrichten für Ihre redaktionelle Berichterstattung dabei sind. Gerne vermitteln wir Ihnen für weitere Informationen auch passende Ansprechpersonen. Über einen Beleg Ihrer Berichterstattung freuen wir uns.
Freundliche Grüße
Ihr Presseservice des KIT
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Nukleare Entsorgung: Nanometergroße „Fußbälle“ aus Plutonium
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Am KIT forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler seit mehr als vier Jahrzehnten zur Chemie von Actiniden, zu denen auch Plutonium gehört. Diese Elemente spielen eine wichtige Rolle hinsichtlich der sicheren Entsorgung radioaktiver Abfälle. In einer gemeinsamen Studie mit dem Joint Research Centre Karlsruhe gelang Forschenden des KIT nun ein wichtiger Fortschritt bei der Untersuchung von Plutonium(VI), einem chemischen Zustand von Plutonium.
„Wir haben untersucht, wie sich gelöste Plutoniumverbindungen bei unterschiedlichen pH-Werten verhalten“, erläutert Dr. David Fellhauer vom Institut für Nukleare Entsorgung des KIT. In wässrigen Lösungen dominieren dabei Komplexe mit drei Plutoniumatomen. Unter stark alkalischen Bedingungen bildeten sich daraus innerhalb weniger Tage kleine Kristalle, deren Struktur die Forschenden nun aufklären konnten. „Dabei haben wir zwei Kristallarten gefunden, die aus kugelförmigen Käfigeinheiten bestehen, in denen 60 Plutoniumatome über Sauerstoff verknüpft sind“, sagt Fellhauer. „Diese Pu60-Cluster sind die größten bekannten Käfigverbindungen von Plutonium.“ Besonders ist ihre Geometrie: Die Anordnung der Atome entspricht einem Dodekaederstumpf, einem seltenen geometrischen Körper in der Strukturchemie. Damit unterscheidet sie sich deutlich vom bekannten Kohlenstoffmolekül C60, das ebenfalls eine Kugelform annimmt und an einen Fußball erinnert. Die neuen Ergebnisse liefern wichtige Einblicke in die Chemie der Actiniden. Gleichzeitig lösen sie ein jahrzehntealtes Rätsel: Bereits während des Manhattan-Projekts beobachteten Forschende ähnliche Kristalle. Mit den damaligen Methoden ließ sich ihre Struktur jedoch nicht bestimmen. Erst jetzt konnte das Team des KIT diesen Befund eindeutig erklären. (jho)
Weitere Informationen:
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/anov.70018
Bildunterschrift: Vergleich der Struktur: Die 60 Plutoniumatome bilden einen Käfig mit ungewöhnlicher Geometrie. Die Anordnung der 32 Panels im Fußball entspricht der Struktur eines Ikosaederstumpfs, wie im C60 (rechts), die der schwarzen Überstruktur hingegen der Dodekaederstumpf-Topologie des Pu60 (links).
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Wissenschaftskommunikation: RHET AI Center geht in zweite Förderphase
Das 2021 gestartete RHET AI Center hat im Juli eine zweite Förderphase bewilligt bekommen. Die Volkswagenstiftung unterstützt den Forschungsverbund des KIT, der Universität Tübingen und des Leibniz-Instituts für Wissensmedien mit weiteren 2,2 Millionen Euro. Das KIT nutzt die Förderung unter anderem dazu, ein Beratungsangebot zur Wissenschaftskommunikation mit Künstlicher Intelligenz (KI) aufzubauen. Im Fokus stehen die Veränderungen, die generative und multimodale KI-Systeme für die Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte mit sich bringen, sowie die verantwortungsvolle Nutzung solcher Systeme.
„KI verändert nicht nur, wie wissenschaftliche Inhalte erstellt und vermittelt werden, sondern auch, wie Forschende und Öffentlichkeit mit wissenschaftlichem Wissen umgehen. Damit stellen sich neue Fragen nach Vertrauen und Orientierung. Mit unserem Beratungsangebot wollen wir Forschende dabei unterstützen, KI reflektiert, transparent und adressatengerecht einzusetzen“, erklärt Professorin Annette Leßmöllmann vom Institut für Technikzukünfte des KIT. Am RHET AI Center untersuchen Forschende aus rhetorischer, linguistischer und medienwissenschaftlicher Perspektive, wie Menschen mit KI-Systemen interagieren und wie sich Kommunikation, Wissen und gesellschaftliche Teilhabe verändern. In der zweiten Förderphase steht diese Frage unter dem Leitmotiv „New Interactions with AI“ im Mittelpunkt. In der ersten Förderphase baute die von Leßmöllmann und Dr. Monika Hanauska geleitete Arbeitsgruppe unter anderem Vernetzungsstrukturen in der linguistischen Forschung zu und mit KI auf und wirkte maßgeblich an einem Programm mit, das journalistische Praktikerinnen und Praktiker miteingebunden hat. (jha)
Weitere Informationen:
rhet.ai/
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Künstliche Intelligenz: Neue Professur stärkt Forschung für verantwortungsvolle KI am KIT
Künstliche Intelligenz (KI) prägt immer stärker, wie Menschen arbeiten, entscheiden und zusammenleben. Das KIT baut seine Forschung in diesem Bereich gezielt aus: Seit dem Frühjahr 2026 ist Professor Maximilian Förster Juniorprofessor für Digitale Plattformen und Dienste. Er untersucht, wie sich KI so gestalten lässt, dass sie nachvollziehbar ist, zuverlässig arbeitet und einen konkreten Nutzen für Gesellschaft und Wirtschaft schafft.
„KI kommt in immer mehr Anwendungen zum Einsatz. Umso wichtiger ist es, dass Menschen ihre Funktionsweise verstehen und ihre Grenzen kennen“, sagt Förster. „Mein Ziel ist es, Systeme zu entwickeln, die transparent sind und Menschen in Beruf und Alltag verlässlich unterstützen.“ Förster leitet die Forschungsgruppe „Information Systems IV – Digital Platforms & Services“ am Institut für Wirtschaftsinformatik des KIT. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie Menschen KI verantwortungsvoll nutzen können. Dazu erforscht der Wissenschaftler etwa erklärbare KI, die ihre Entscheidungen verständlich macht, oder KI, die Unsicherheiten aufzeigt und Nutzerinnen und Nutzer bei Entscheidungen unterstützt. Seine Forschung solle dazu beitragen, Fehlentscheidungen zu vermeiden, Vertrauen in KI zu stärken und digitale Teilhabe zu fördern, erläutert Förster. An der Professur sind der KIT Bereich II – Informatik, Wirtschaft und Gesellschaft, das Institut für Wirtschaftsinformatik und das Karlsruhe Digital Service Research & Innovation Hub (KSRI) beteiligt. (mex)
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Neues Themenhighlight: Wenn das Labor selbst forscht
Mit Self-Driving Labs entsteht eine neue Form der Forschung: Autonome Robotik, KI und menschliche Expertise greifen ineinander und beschleunigen Forschungsprozesse enorm. Das Potenzial für die Gesundheitsforschung ist gewaltig – am KIT entstanden so beispielsweise künstliche Herzklappen aus dem 3D-Drucker in bislang unerreichter Geschwindigkeit.
Weitere Informationen:
kit.edu/kit/wenn-das-labor-selbst-forscht.php
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Neue Ausgabe von lookKIT: Medizin der Zukunft
Wie können wir in Zukunft gesund bleiben? In einer Gesellschaft, die sich wandelt und immer vielfältiger wird, ist dies eine der drängendsten Fragen unserer Zeit. Die neue Ausgabe von lookKIT dreht sich deshalb ebenso wie das aktuelle Wissenschaftsjahr um die Medizin der Zukunft. Sie zeigt, wie Forschende des KIT mit der Analyse hochauflösender Bilder die Diagnose von Prostatakrebs verbessern, wie automatisierte Forschungslabore die Entwicklung von Biomaterialien und synthetischem Gewebe vorantreiben und wie digitale Zwillinge von Patientinnen und Patienten helfen könnten, Therapien individuell auf die zu behandelnde Person zuzuschneiden.
Zur aktuellen Ausgabe von lookKIT
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Intelligente Robotik und Künstliche Intelligenz: Im Zentrum der Forschung von Tenure-Track-Professor Rudolf Lioutikov, Leiter des Intuitive Robotic Lab am KIT, stehen KI-Modelle, die Wahrnehmung, Sprache und Handlung verbinden, auch als Behavior Foundation Models bekannt. Sie bauen auf Ansätzen wie Large Language Models (LLMs) und Vision Language Models (VLMs) auf und erweitern diese um die Fähigkeit, direkt Handlungen von Robotern zu erzeugen. „Wenn man so will, entwickeln wir eine Art ChatGPT für die Robotik“, sagt Lioutikov. Im Unterschied zu anderen Ansätzen trainiert seine Arbeitsgruppe Modelle so, dass sie nicht nur Situationen analysieren, sondern Aufgaben selbst lösen und unmittelbar das passende Verhalten eines Roboters generieren. Das Team gehört zu den wenigen in Europa, die eine solche Technologie entwickeln. Während große Forschungseinrichtungen in den USA und China vor allem auf immer größere Modelle setzen, verfolgt Lioutikov einen anderen Ansatz: Die „Miniaturisierung“ von KI-Modellen soll diese schneller, energieeffizienter und unabhängig von großen Cloud-Infrastrukturen gestalten. (ase)
Weitere Informationen:
km.kit.edu/expertinnen-und-experten-des-kit_lioutikov.php
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Tandem-Photovoltaik für mehr Energieausbeute: Das Start-up SUNEO aus dem KIT entwickelt Tandem-Photovoltaik der nächsten Generation, um Solarenergie effizienter und wirtschaftlicher zu machen. Gegründet von Dr. Helge Eggers und Dr. David Benedikt Ritzer, verfolgt SUNEO das Ziel, den Wirkungsgrad von Solarmodulen signifikant zu steigern und Photovoltaik damit auf ein neues Effizienzniveau zu heben. Tandem-Zellen kombinieren im Gegensatz zu klassischen Silizium-Solarzellen zwei unterschiedliche photoaktive Schichten und nutzen so einen größeren Teil des Sonnenlichtspektrums – mit dem Potenzial, die Energieausbeute pro Fläche deutlich zu erhöhen. Die Idee dazu entstand über Jahre im Labor: Beide Gründer haben in der NextGen-PV-Gruppe am Lichttechnischen Institut des KIT promoviert und dort unter anderem Weltrekorde mit gedruckten Perowskit-Tandemzellen erzielt. (sas)
SUNEO im Gespräch mit der KIT-Gründerschmiede:
kit-gruenderschmiede.de/grndung-des-monats-suneo/
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Aktuelle Presseinformationen
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Dienstag, 11. August 2026, 19:30 Uhr, Karlsruhe
EFFEKTE-Reihe im August: Zwischen Fakten, Vertrauen und gelingendem Lernen
Wie entsteht Vertrauen in Wissen und wie kann Wissen so vermittelt werden, dass es ankommt? Über wirksame Wissenschaftskommunikation im Umgang mit pseudowissenschaftlichen Krebstherapien spricht Dr. Tobias Maier vom Nationalen Institut für Wissenschaftskommunikation (NaWik), einer gemeinsamen Einrichtung der Klaus Tschira Stiftung und des KIT. Außerdem widmet sich Frank Stockmann der Frage, ob sich Künstliche Intelligenz als Psychotherapeutin eignet. Stockmann ist Teil des Forschungsteams der Studie „Eine transdisziplinäre Exploration zum Umgang mit KI-Chatbots im Studienalltag im Kontext von Einsamkeit“ am KIT. Ort: TRIANGEL | Transfer | Kultur | Raum, Kaiserstraße 93, 76133 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/62015
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Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.
Kontakt:
Christian Könemann
Pressesprecher
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Kommunikation und Marketing (KM)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608-41190
E-Mail: christian.koenemann@kit.edu
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