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KIT.kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 06/2026)
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Mustermann,
heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der monatlichen Pressenachrichten aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Wir wollen Sie in kompakter Form über spannende Forschungsthemen informieren und freuen uns, wenn passende Nachrichten für Ihre redaktionelle Berichterstattung dabei sind. Gerne vermitteln wir Ihnen für weitere Informationen auch passende Ansprechpersonen. Über einen Beleg Ihrer Berichterstattung freuen wir uns.
Freundliche Grüße
Ihr Presseservice des KIT
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Messtechnik: Medizinische Diagnostik und Materialanalyse mittels kompakter Magnetresonanz
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Der Sonderforschungsbereich (SFB) „High Performance Compact Magnetic Resonance“ (HyPERiON) erforscht seit 2022 neue Wege in der Magnetresonanztechnik. Unter Federführung des KIT wollen die Forschenden leistungsfähige Magnetresonanzsysteme im Tischgeräteformat entwickeln, um sie für die breite Anwendung nutzbar zu machen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert den SFB nun für weitere vier Jahre und stellt dafür rund 12 Millionen Euro bereit.
Die Magnetresonanz liefert besonders genaue Informationen über Aufbau und Eigenschaften von Molekülen. Sie ist daher eine zentrale Methode in Chemie, Biologie und Materialforschung. Bisher schränken jedoch große Abmessungen, hohe Kosten und ein aufwendiger Betrieb den Einsatz der Technologie ein. Der SFB setzt deshalb auf die Miniaturisierung aller zentralen Komponenten der Magnetresonanztechnik. Die neuen Geräte sollen deutlich kleiner und kostengünstiger sein als heutige Systeme. „Die Integration in eine tragbare Plattform eröffnet neue Möglichkeiten, zum Beispiel für die medizinische Diagnostik, den Einsatz von Implantaten, die Entwicklung neuer Medikamente oder auch für Kontrollen an Grenzübergängen“, erklärt SFB-Sprecher Professor Jan G. Korvink vom Institut für Mikrostrukturtechnik des KIT. Neben dem KIT sind die Universitäten Kaiserslautern, Konstanz und Stuttgart an HyPERiON beteiligt. (jho)
Bildunterschrift: Der Sonderforschungsbereich HyPERiON am KIT setzt auf die Miniaturisierung der zentralen Komponenten der Magnetresonanztechnik. (Foto: Jens Krauth, KIT)
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Bodenmechanik: Roboter präparieren Sandproben für Laborversuche
Ob Gebäude, Straßen, Brücken oder Tunnel – für fast alle Bauvorhaben bedarf es bodenmechanischer Untersuchungen. Mit ihnen lässt sich ermitteln, wie sich der Boden unter Belastung verhält. Forschende am KIT haben nun einen vollständig robotergestützten Ansatz zur automatisierten Vorbereitung von Sandproben für Laborversuche entwickelt. Ihre in der Zeitschrift Acta Geotechnica veröffentlichte Studie zeigt: Ein Roboter kann Probekörper gleichmäßiger und besser reproduzierbar herstellen als ein Mensch. Das macht bodenmechanische Versuche zuverlässiger und besser vergleichbar.
„Unsere Studie eröffnet Perspektiven für selbststeuernde Labore, sogenannte Self-Driving Labs, auch im Bauingenieurwesen“, sagt Professor Hans Henning Stutz, Leiter des Instituts für Bodenmechanik und Felsmechanik des KIT. Die Automatisierung könnte zukünftig Zeit und Kosten sparen. Für ihre Studie ließen die Forschenden einen sechsachsigen Roboter Sand durch eine einzelne Düse in eine Probenform einbringen. Insgesamt entstanden so mehr als 80 Sandprobekörper aus zwei unterschiedlichen Sandarten. Anschließend überprüften die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler die Dichte innerhalb der Proben an über 1 000 Messpunkten. Die von Robotern gefertigten Probekörper erwiesen sich im Vergleich mit den von Menschen hergestellten als deutlich überlegen. Darüber hinaus lassen sich mit der robotergestützten Methode einzelne Einflussfaktoren systematisch untersuchen, wie Bewegungsmuster, Düsendurchmesser, Fallhöhen und Geschwindigkeiten. (or)
Weitere Informationen:
link.springer.com/epdf/10.1007/s11440-026-03112-4?sharing_token=21SDbO
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Tumordiagnostik: Nanozyme wirken in Krebszellen
Synthetische Nanopartikel, Nanozyme genannt, ahmen Eigenschaften von Enzymen nach. Sie könnten langfristig helfen, Medikamente gezielter wirken zu lassen und chemische Prozesse nachhaltiger zu gestalten. Als Vorbild dienen natürliche Enzyme, die chemische Reaktionen im Körper genau steuern, außerhalb ihrer biologischen Umgebung aber oft zu instabil sind. Forschende des KIT haben nun mit internationalen Partnern metallfreie Nanozyme entwickelt, die in Wasser stabil bleiben und enzymähnliche Reaktionen ermöglichen.
„Solche Materialien kommen für ein breites Spektrum von Anwendungen infrage – von der industriellen Katalyse bis hin zu biomedizinischen Anwendungen“, sagt Dr. Pierre Picchetti vom Institut für Nanotechnologie (INT) des KIT. „Dass die Katalyse in Wasser funktioniert, ist ein wichtiger Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit.“ Grundlage der Nanostrukturen sind Silsesquioxane: Winzige Strukturen aus Silizium, Sauerstoff und organischen Bausteinen tragen Aminogruppen an der Oberfläche, die chemische Reaktionen auslösen. „Wir können die Nanozyme gezielt beeinflussen“, so Erstautorin Rabia Zahid vom INT. „Chemische Signale bestimmen, ob sich die Teilchen zusammenlagern oder voneinander lösen und verändern so ihre katalytische Wirkung.“ Wie sich die künstlichen Enzyme in biologischen Systemen verhalten, hat das Team an Krebszellmodellen für aggressive Hirntumore und schwarzen Hautkrebs untersucht. Die Nanozyme gelangen in die Zellen und aktivieren dort eine zunächst inaktive Vorstufe des Krebsmedikaments Doxorubicin. Erst danach schädigt die Substanz die Krebszellen. Die Versuche zeigen ein mögliches Prinzip, um Wirkstoffe kontrolliert in Zellen zu aktivieren. (ihe)
Weitere Informationen:
onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/anie.8446184
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Quantentechnologie: Quantenschaltkreise vor Licht und Wärme schützen
Supraleitende Schaltkreise sind wichtige Bausteine für Quantentechnologien, die neue Anwendungen in Medizin oder Materialforschung ermöglichen sollen. Da sie nahe dem absoluten Nullpunkt besonders empfindlich auf Licht- und Infrarotstrahlung reagieren, benötigen sie eine zuverlässige Abschirmung. Forschende des KIT haben nun ein Material entwickelt, das diese Strahlung dämpft und zugleich Mikrowellensignale zum Auslesen der Schaltkreise durchlässt.
„Die thermische Störstrahlung hat sehr unterschiedliche Wellenlängen – das macht sie schwer abschirmbar“, erklärt Dr. Hannes Rotzinger vom Institut für QuantenMaterialien und Technologien (IQMT) des KIT. Deshalb entwickelte das Team ein nichtmagnetisches Material aus unterschiedlich großen Saphirkugeln und Epoxidharz. Trifft unerwünschte Strahlung auf Kugeln mit ähnlichem Durchmesser wie ihre Wellenlänge, wird sie gestreut oder absorbiert. Größe und Verteilung der Kugeln haben die Forschenden so berechnet, dass sie die Strahlung vieler Wellenlängen abfangen und Mikrowellensignale weitgehend durchlassen. Messungen bestätigen die Eigenschaften des Materials. „Der Prototyp dämpft Infrarotstrahlung deutlich und überträgt Signale unterhalb von zehn Gigahertz bei extrem niedrigen Temperaturen mit weniger als 0,4 Dezibel Verlust“, freut sich Erstautor Dr. Markus Griedel vom IQMT. Als Nächstes möchte das Team weitere Teile der Tieftemperaturumgebung untersuchen, etwa die angeschlossenen Signalleitungen. (ihe)
Weitere Informationen:
aip.org/aip/apl/article/128/20/204003/3391585/Low-loss-material-for-infrared-protection-of
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CRISPR/Cas: „Durch CRISPR/Cas erleben wir gerade die größte Revolution seit 30 Jahren in der Biologie, Medizin und Landwirtschaft“, sagt Professor Holger Puchta, Leiter des Joseph Gottlieb Kölreuter Instituts für Pflanzenwissenschaften – Molekularbiologie und Biochemie. „Das Verfahren hat das Potenzial, viele Probleme gerade für die Pflanzenzüchtung zu lösen, vor die uns der Klimawandel stellt, aber auch, den Einsatz von Pestiziden zu reduzieren.“ Mit der molekularen Schere lassen sich genetische Informationen in der Pflanze gezielt und genau verändern. So kann man Pflanzen erhalten, die möglichst salz- und hitzeresistent, ertragreich, geschmacksintensiv sowie widerstandsfähig gegenüber Krankheiten sind. Während es bei der klassischen Züchtung – mit den Standardwerkzeugen der Kreuzung, Bestrahlung oder chemischen Behandlung – mindestens fünf bis zehn Jahre dauerte, neue Eigenschaften in einer Pflanze zu etablieren, kann dies heute innerhalb von ein bis zwei Pflanzengenerationen gelingen. „Es ist sehr zu begrüßen, dass die EU gerade den Weg freigemacht hat, dass diese Pflanzen ab 2028 auch bei uns angebaut werden dürfen“, so Puchta. (ase)
Weitere Informationen:
km.kit.edu/expertinnen-und-experten-des-kit_puchta.php
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Digitales Netzwerk: Charge Circle, ein Start-up des KIT, entwickelt ein digitales Netzwerk für die Ladeinfrastruktur von E-LKWs. Gegründet von Joshua Enahoro und Sinah-Nikola Enahoro verbindet das Unternehmen private Ladepunkte in Logistikdepots mit Flottenbetreibern und ermöglicht so die gemeinsame Nutzung bestehender Infrastruktur. Auf Basis von Routeninformationen entstehen virtuelle Cluster, die den Zugang zu Hochleistungsladepunkten verbessern und gleichzeitig die Auslastung vorhandener Ladepunkte erhöhen. Von dem Modell können sowohl Flottenbetreiber als auch Depotbesitzerinnen und -besitzer profitieren. (sas)
Charge Circle im Gespräch mit der KIT-Gründerschmiede:
kit-gruenderschmiede.de/grndung-des-monats-charge-circle/
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Aktuelle Presseinformationen
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Donnerstag, 02. Juli 2026, 18:00 Uhr, Karlsruhe
Colloquium Fundamentale: Meinungsfreiheit und Wissenschaftsfreiheit – ein spannungsreiches Verhältnis
Die Digitalisierung hat die Meinungsfreiheit erweitert, da mehr Menschen öffentlich an Debatten teilnehmen und unterschiedliche Perspektiven sichtbar machen können. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass laute und extreme Stimmen den Diskurs dominieren und damit sachliche, differenzierte Beiträge verdrängt werden, was den rationalen Austausch beeinträchtigen kann. Darüber spricht unter anderem Professor Michael Schefczyk vom Institut für Technikzukünfte des KIT bei der Podiumsdiskussion innerhalb vom Colloquium Fundamentale des Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM) des KIT. Ort: Atrium im InformatiKOM am Campus Süd des KIT, Gebäude 50.19, Adenauerring 12, 76131 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/61297
Montag, 06. Juli 2026, 14:00 Uhr, Karlsruhe
Ringvorlesung Wissenschaft in der Gesellschaft: Demokratische Wahlverfahren: Eine normative Analyse
In der Geschichte gab es mehrfach Fälle, in denen Wahlergebnisse grundlegenden demokratischen Prinzipien widersprachen, etwa wenn Gewinnerinnen und Gewinner weniger Stimmen erhielten oder zusätzliche Stimmen zu weniger Sitzen führten. Wieso Wahlsysteme solche Widersprüche aufweisen und was die daraus entstehenden gesellschaftlichen Konsequenzen sind, erläutert Professor Clemens Puppe vom Institut für Volkswirtschaftslehre des KIT. Der Vortrag findet innerhalb der Ringvorlesung statt, die das Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM) des KIT veranstaltet. Ort: Chemie-Hörsaal Nr. 2 am Campus Süd des KIT, Gebäude 30.41, Fritz-Haber-Weg 6, 76131 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/61337
Dienstag, 14. Juli 2026, 17:30 Uhr, Karlsruhe
EFFEKTE-Reihe im Juli: Mehr als Sport: Physische Fitness als Indikator für Gesundheit
Wie fit sind wir wirklich und was sagt das über unsere Gesundheit aus? Forschende des KIT und der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe beleuchten die Bedeutung physischer Fitness als Indikator für Gesundheit über die gesamte Lebensspanne und zeigen innovative Erfassungsmethoden: Thematisiert werden Zusammenhänge von Motorik, Aktivität, Stresserleben, Teilhabe und Gesundheit und ihre Erfassung durch innovative e-Health-Ansätze. Ein weiterer Fokus liegt auf inklusiver Diagnostik für junge Menschen mit Behinderung und deren Bedeutung für Teilhabe. Neben wissenschaftlichen Einblicken erwartet die Besucherinnen und Besucher ein Feldtestlabor mit Mitmachstationen. Ort: TRIANGEL | Transfer | Kultur | Raum, Kaiserstraße 93, 76133 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/61895
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Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.
Kontakt:
Christian Könemann
Pressesprecher
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Kommunikation und Marketing (KM)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608-41190
E-Mail: christian.koenemann@kit.edu
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