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KIT.kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 05/2026)
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Sehr geehrte Journalistin, sehr geehrter Journalist,
heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der monatlichen Pressenachrichten aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Wir wollen Sie in kompakter Form über spannende Forschungsthemen informieren und freuen uns, wenn passende Nachrichten für Ihre redaktionelle Berichterstattung dabei sind. Gerne vermitteln wir Ihnen für weitere Informationen auch passende Ansprechpersonen. Über einen Beleg Ihrer Berichterstattung freuen wir uns.
Freundliche Grüße
Ihr Presseservice des KIT
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Batteriespeicher: Natrium-Ionen-Batterien für stabile Stromnetze
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Der Ausbau erneuerbarer Energien erhöht den Bedarf an flexiblen Stromspeichern. Mit dem Verbundprojekt PowerNIB wollen Forschende des KIT gemeinsam mit ihren Partnern Natrium-Ionen-Batterien für stationäre Anwendungen zur Marktreife bringen. Ziel sind leistungsfähige, kostengünstige und nachhaltige Speicher, die Stromnetze stabilisieren und Angebot sowie Nachfrage ausgleichen. Das Projekt soll skalierbare Herstellungsprozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette entwickeln – von der Materialsynthese bis zu einem Demonstrator im realen Einsatz.
„Unser Ziel ist es, die Marktreife von Natrium-Ionen-Batteriespeichern zu beschleunigen und sie rasch für Anwendungen im Energiesystem verfügbar zu machen“, sagt Dr. Isabelle Südmeyer, Projektleiterin vom Institut für Angewandte Materialien – Energiespeichersysteme des KIT. „Das KIT verantwortet dabei insbesondere die Entwicklung und Skalierung geeigneter Kathodenmaterialien sowie deren Verarbeitung zu leistungsfähigen Elektroden.“ Auf dieser Basis entstehen Batteriezellen mit hoher Lade- und Entladeleistung, die sich für Anwendungen wie die kurzfristige Netzstabilisierung eignen. Ein Demonstrator für einen stationären Speicher soll die Praxistauglichkeit unter realen Bedingungen zeigen. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Projekt läuft über drei Jahre und vereint Partner aus Forschung und Industrie, um die Technologie zügig in die Anwendung zu bringen.
Weitere Informationen:
batterietechnikum.kit.edu/
Bildunterschrift: Die Natrium-Ionen-Technologie soll auch in stationären Energiespeichern zum Einsatz kommen. Am KIT entstehen dafür unter anderem neue Kathodenmaterialien. (Foto: KIT)
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Körperliche Aktivität: Bewegung im Alltag verbessert das Wohlbefinden
Obwohl allgemein bekannt ist, dass sich Bewegung positiv auf die Gesundheit auswirkt, sind viele Menschen unzureichend körperlich aktiv. Forschende des KIT und internationale Partner haben in einer Meta-Analyse erstmals ausschließlich Studien berücksichtigt, die körperliche Aktivität und emotionales Wohlbefinden wiederholt im Alltag der Teilnehmenden erfassen. Auf diese Weise entstand ein Datensatz mit mehr als 300 000 Stimmungsabfragen – die bislang umfangreichste Untersuchung zum Zusammenhang zwischen Bewegung und Stimmung im Alltag.
Das emotionale Wohlbefinden steht dabei allgemein in einem positiven Zusammenhang mit vorausgegangener und nachfolgender körperlicher Aktivität. „Dabei lässt sich zwischen Zusammenhängen innerhalb von Personen – ‚wenn ich mich mehr bewege als sonst, geht es mir besser‘ – und zwischen Personen – ‚wenn ich mich allgemein mehr bewege als andere, geht es mir besser als anderen‘ – unterscheiden“, erklärt Professor Ulrich Ebner-Priemer vom Institut für Sport und Sportwissenschaft des KIT. Lediglich beim Aspekt Ruhe zeige sich ein gegenteiliger Effekt: Vor und nach körperlicher Aktivität fühlten sich die Teilnehmenden im Alltag tendenziell weniger ruhig und entspannt. Der Meta-Analyse nach profitierten Personen mit niedrigem Wohlbefinden besonders stark von körperlicher Aktivität, was das Potenzial von Bewegung im Alltag für psychisch vulnerable Gruppen unterstreicht. Mehr als 95 Prozent der analysierten Personen fühlten sich vor oder nach körperlicher Aktivität energiegeladener. Neben dem KIT waren die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Salzburg und das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit Mannheim an der Studie beteiligt. (era)
Weitere Informationen:
nature.com/articles/s41562-026-02427-2
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Chipproduktion und Reaktorkonzept: KIT erhält Prototypenförderung
In der ersten Runde des Wettbewerbs um die Fördermittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) hatte das KIT im Februar außerordentlich erfolgreich abgeschnitten und 5,8 Millionen Euro eingeworben. Nun erhalten zwei weitere KIT-Projekte jeweils rund 500 000 Euro aus dem EU-Programm für die Unterstützung der Prototypenförderung innovativer Technologien.
„Wir freuen uns sehr, dass die strategische und wirtschaftliche Relevanz der Forschung am KIT erneut durch die EFRE-Förderung unterstrichen wird“, sagt Professor Thomas Hirth, Vizepräsident Transfer und Internationales des KIT. Ziel der Förderung ist es, Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Anwendungen zu überführen. Im Projekt PENGEL entwickeln Forschende zwei Prototypen rund um Pellicles für die Chipproduktion. Ein Pellicle ist eine extrem dünne Schutzmembran, die bei der modernen Chipfertigung eine essenzielle Rolle spielt und regelmäßig ausgetauscht werden muss. Jeder Austausch führt zu Produktionsunterbrechungen, die Kosten von bis zu einer Million US-Dollar pro Stunde verursachen können. Forschende am KIT haben deutlich langlebigere Pellicles entwickelt und patentiert. Nun wollen sie die Herstellung auf industriellen Maßstab bringen und einen volleinsatzfähigen Prototypen fertigen und zertifizieren. Mit dem Projekt DEMO-PER baut das KIT einen Demonstrator für einen neuartigen Reaktor. Dieser soll mit leitfähigen Partikeln funktionieren statt klassischen, festen Elektroden und somit bessere chemische Reaktionen ermöglichen. Der Prototyp des elektrochemischen Partikelelektrodenreaktors soll zeigen, ob sich das Reaktorkonzept für industrielle Anwendungen eignet. (iha)
Weitere Informationen:
efre-bw.de
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Chemie: Neuer Baustein entwickelt
Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung des KIT hat ein bisher unerreichtes Ziel der Chemie verwirklicht: Es stellte das erste Molekül auf Basis von Atomen des Halbmetalls Antimon her, das dreifach positiv geladen ist. Solch hoch geladene Moleküle zerfallen normalerweise schnell, da sich Ladungen gegenseitig abstoßen. Auch die offene Struktur ist besonders: Metallatome sind selten so angeordnet, da ringförmige Strukturen typischerweise stabiler sind. Entsprechende Moleküle konnten Forschende bisher nur mit einfach positiver Ladung nachweisen.
Die drei Antimon-Atome werden von Bis(phosphan)-Liganden von außen „gestützt“. Sie verteilen die hohe elektrische Ladung und verhindern so, dass sich die Antimon-Atome gegenseitig abstoßen. „Somit bleibt das Molekül trotz seiner inneren Spannung stabil genug, um es in Kristallform isolieren und untersuchen zu können“, erklärt Professorin Stefanie Dehnen vom Institut für Nanotechnologie (INT) am KIT. Insgesamt verhält sich der neuartige chemische Baustein dennoch sehr reaktiv. Die komplizierten Bindungsverhältnisse konnte Professor Florian Weigend vom Institut für QuantenMaterialien und Technologien am KIT mittels theoretischer Studien aufklären. Die Arbeit eröffnet neue Forschungsfelder für die Molekül- und Materialwissenschaften. „Unsere Ergebnisse dürften eine breitere interdisziplinäre Erforschung von Systemen mit Atomen schwerer Elemente wie Antimon anregen“, so die Erstautorin Professorin Moumita Majumdar vom Indian Institute of Science, Education and Research in Pune, die kürzlich zur „International Associated Researcher“ am INT ernannt wurde. (iha)
Weitere Informationen:
researchgate.net/publication/402991753
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Wasserstoffsicherheit: „Wasserstoff ist ein sehr flexibler, universell produzierbarer und nutzbarer Energieträger“, sagt Professor Thomas Jordan, Leiter der Abteilung Wasserstoff am Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit des KIT. Insbesondere mit Strom aus erneuerbaren Energien lässt sich Wasserstoff weitgehend klimafreundlich herstellen. Bei seiner energetischen Nutzung entsteht im wesentlichen Wasser und keine schädlichen Emissionen. „Wir suchen nach intelligenten und wirksamen Lösungen für eine Wasserstofftechnologie, die frei von nicht akzeptierten Risiken ist“, sagt Jordan. „Diese Lösungen sollen ein optimales Sicherheitsmaß bieten, indem sie das Risiko so niedrig wie vernünftigerweise nötig halten, wirtschaftlich attraktiv sind und sinnvolle Schutzvorkehrungen vorsehen, die das Handhaben der Technik nicht unnötig erschweren.“ (ase)
Weitere Informationen:
km.kit.edu/expertinnen-und-experten-des-kit_jordan.php
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Daten verstehen statt Tabellen verwalten: Mit Lösungen, die Unternehmensdaten sichtbar, auswertbar und direkt nutzbar machen, beschäftigt sich Data Revolution, ein Start-up des KIT. Die Gründer Philip Schütz, Dennis Häring und Johannes Birkenmaier unterstützen Unternehmen dabei, Daten aus unterschiedlichen Quellen zusammenzuführen und daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten. Die Idee entstand aus der Beobachtung, dass viele Unternehmen große Datenmengen zwar sammeln, diese im Alltag jedoch kaum sinnvoll nutzen. Data Revolution entwickelt dafür praxisnahe Anwendungen für verschiedene Branchen und begleitet Unternehmen bei der digitalen Transformation. (sas)
Data Revolution im Gespräch mit der KIT-Gründerschmiede:
kit-gruenderschmiede.de/gruendung-des-monats-data-revolution/
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Aktuelle Presseinformationen
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Veranstaltungen der Ringvorlesung „Wissenschaft in der Gesellschaft“ des Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM) des KIT:
Montag, 01. Juni 2026, 14:00 Uhr, Karlsruhe
Komplexität im Verhältnis zwischen Wissenschaft und Öffentlichkeit
Über das Verhältnis von Wissenschaft und Öffentlichkeit als komplexes Interaktionssystem unterschiedlicher Akteursgruppen spricht Professor Markus Lehmkuhl von Institut für Technikzukünfte des KIT. Dabei steht vor allem die Frage im Vordergrund, wie die Öffentlichkeitsforschung an das interdisziplinäre Fachgebiet der sogenannten Komplexitätsforschung angebunden werden kann, das sich mit ganz unterschiedlichen emergenten Phänomenen befasst.
Ort: Chemie-Hörsaal Nr. 2/Criegée-Hörsaal am Campus Süd des KIT, Gebäude 30.41, Fritz-Haber-Weg 2-6, 76131 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/61329
Montag, 08. Juni 2026, 14:00 Uhr, Karlsruhe
Klimamodelle verstehen und nutzen
Klimamodelle sind wesentliche Werkzeuge, um die Funktionsweise unseres Klimas zu verstehen und Aussagen über zukünftige Klimaentwicklungen zu treffen. Der Vortrag von Dr. Hans Schipper vom Süddeutschen Klimabüro am KIT behandelt die Grundlagen und Anwendungen von Klimamodellen. Anhand zahlreicher Beispiele erklärt er die Funktionsweise und Bedeutung von Klimamodellen in der Klimaforschung. Ort: Chemie-Hörsaal Nr. 2/Criegée-Hörsaal am Campus Süd des KIT, Gebäude 30.41, Fritz-Haber-Weg 2-6, 76131 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/61330
Montag, 15. Juni 2026, 14:00 Uhr, Karlsruhe
Wissenschaftsjournalismus – zwischen TikTok und peer review
Wissenschaftsjournalismus hat heute vielfältige Aufgaben: Er soll einerseits sachlich und verständlich aus der Forschung berichten, so dass auch Forschende sich angesprochen fühlen – andererseits soll er Aufmerksamkeit für Wissenschaft bei sehr vielen verschiedenen Zielgruppen und Kanälen erzeugen. Über dieses Facettenreichtum spricht Professorin Annette Leßmöllmann vom Institut für Technikzukünfte des KIT. Ort: Chemie-Hörsaal Nr. 2/Criegée-Hörsaal am Campus Süd des KIT, Gebäude 30.41, Fritz-Haber-Weg 2-6, 76131 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/61331
Montag, 22. Juni 2026, 14:00 Uhr, Karlsruhe
Die Rationalität von Wissenschaft, Politik und Medien
Wie kann und soll Wissenschaft in politisches Handeln einfließen? Die Antwort auf diese Frage liegt in einem Spannungsfeld erkenntnistheoretischer und demokratietheoretischer Perspektive, über das Professorin Senja Post vom FORUM des KIT bei ihrem Vortrag spricht. Ort: Chemie-Hörsaal Nr. 2/Criegée-Hörsaal am Campus Süd des KIT, Gebäude 30.41, Fritz-Haber-Weg 2-6, 76131 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/61332
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Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.
Kontakt:
Christian Könemann
Pressesprecher
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Kommunikation und Marketing (KM)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608-41190
E-Mail: christian.koenemann@kit.edu
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