Joschua Steyer steht in einem hellen Flur, die recht Hand in der Hosentasche.Sascha Schäfer, KIT

Folge 25: Digitales Herz – wie virtuelle Modelle die Medizin verändern

  • Autor:

    Gabi Zachmann

  • Datum: 18.02.2026
  • Ob Herzklopfen, Stress oder sportliche Belastung – unser Herz reagiert pausenlos auf das, was wir erleben. Doch im Alltag merken wir davon meist wenig. Gleichzeitig gehört das Herz zu den Organen, die am schwersten untersucht werden können, weil Eingriffe oft riskant oder gar nicht möglich sind. Wie können wir also verstehen, was im Inneren unseres wichtigsten Muskels wirklich passiert? Und was bringt es, das Herz nicht im Körper, sondern am Computer zu beobachten?
    In dieser Folge von „Nachgefragt – wissen, wie’s läuft“, dem Podcast der Kommunikationsabteilung des KIT, spricht Moderatorin Gabi Zachmann mit Joshua Steyer vom Institut für Biomedizinische Technik. Der Forscher entwickelt virtuelle Modelle des Herzens, die elektrische Signale, Gewebeverhalten und komplexe Abläufe im Herzmuskel realitätsnah nachbilden. Er erklärt, wie solche Simulationen entstehen, warum sie die medizinische Forschung enorm voranbringen – und weshalb sie Einblicke ermöglichen, die man am echten Herzen kaum gewinnen könnte.
    Wir sprechen über Fragen wie: Wieso ist das Herz elektrisch – und was kann dabei eigentlich schiefgehen? Wie realistisch kann ein virtuelles Organ sein? Welche Rolle spielt maschinelles Lernen bei der Analyse von Herzsignalen? Und wie hilft eine Simulation dabei, Krankheiten früher zu erkennen oder Behandlungen gezielter zu planen? Joshua Steyer zeigt, wie digitale Modelle neue Perspektiven eröffnen – wissenschaftlich fundiert, praxisnah und mit überraschender Detailtiefe.