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KIT.kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 09/2026)
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Sehr geehrte Journalistin, sehr geehrter Journalist,
heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der monatlichen Pressenachrichten aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Wir wollen Sie in kompakter Form über spannende Forschungsthemen informieren und freuen uns, wenn passende Nachrichten für Ihre redaktionelle Berichterstattung dabei sind. Gerne vermitteln wir Ihnen für weitere Informationen auch passende Ansprechpersonen. Über einen Beleg Ihrer Berichterstattung freuen wir uns.
Freundliche Grüße
Ihr Presseservice des KIT
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Mobilität der Zukunft: Reisekrankheit könnte autonomes Fahren ausbremsen
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Viele kennen das Problem: Übelkeit während längerer Autofahrten. Mit autonomem Fahren könnte Reisekrankheit künftig noch mehr Menschen betreffen. Das KIT untersucht, wie autonome Fahrzeuge solche Beschwerden früh erkennen und reduzieren können. Denn was heute nur Mitfahrende betrifft, könnte beim autonomen Fahren zu einer Herausforderung für nahezu alle werden.
Eva-Maria Knoch vom Institut für Fahrzeugsystemtechnik des KIT erforscht mit ihrem Team Ursachen und Gegenmaßnahmen. „Jede und jeder kann von Reisekrankheit betroffen sein. Beim autonomen Fahren werden wir alle zu Mitfahrenden. Dadurch können Faktoren zunehmen, die das Auftreten begünstigen.“ Reisekrankheit entsteht durch widersprüchliche Sinneseindrücke, also wenn das Gehirn unterschiedliche Signale von Augen, Gleichgewichtssinn und Körper nicht mehr richtig zusammenführen kann. „Typische Symptome sind Übelkeit, Schwindel oder Kopfschmerzen. Im autonomen Fahrzeug könnte das häufiger vorkommen, weil die Insassen ihre Aufmerksamkeit nicht mehr auf die Straße richten, sondern lesen, arbeiten oder Filme schauen“, sagt Knoch. „Wir arbeiten daran, Veränderungen des Wohlbefindens mit Sensoren frühzeitig zu erkennen.“ Zu den Lösungen gehören virtuelle Horizonte auf Displays, die Fahrzeugbewegungen sichtbar machen und so für Orientierung sorgen. Temperatur und Belüftung könnten für mehr Komfort angepasst werden, so Knoch: „Autonom fahren funktioniert grundsätzlich. Die technische Umsetzung ist machbar. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, autonome Fahrzeuge so zu entwickeln, dass Menschen sie komfortabel, sicher und entsprechend ihrer individuellen Bedürfnisse nutzen können.“ (mex)
Bildunterschrift: Forschende am KIT entwickeln Systeme, die Reisekrankheit in autonomen Fahrzeugen früh erkennen und Beschwerden vermeiden helfen. (Foto: Magali Hauser, KIT)
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Scientific Computing: Künstliche Intelligenz lernt die Sprache der RNA
Ribonukleinsäure (RNA) übernimmt in Zellen zahlreiche Aufgaben und spielt in der Medizin eine wichtige Rolle. RNA-basierte Impfstoffe und Arzneimittel nutzen das Biomolekül, um gezielt biologische Prozesse zu beeinflussen. Doch bei vielen RNAs wissen Forschende bisher kaum, welche Form sie annehmen und welche Aufgaben sie in der Zelle erfüllen. Forschende des KIT und des Forschungszentrums Jülich haben nun ein neues KI-Basismodell entwickelt. Das Modell NucleicBERT erreicht bei unterschiedlichen Vorhersageaufgaben eine hohe Genauigkeit und ermöglicht Einblicke in die biologischen Zusammenhänge, die es gelernt hat. Mit rund 30 Millionen RNA-Sequenzen auf Supercomputern vortrainiert, lässt es sich für unterschiedliche wissenschaftliche Aufgaben spezialisieren. Darüber berichten die Forschenden in der Fachzeitschrift Nature Machine Intelligence.
NucleicBERT kann beispielsweise vorhersagen, welche Bereiche einer RNA miteinander wechselwirken, wie sich ihre Sekundärstruktur ausbildet oder wie Mutationen die Funktion verändern. Dafür genügt dem Modell eine einzelne Sequenz. „Unser Modell kann nicht nur die RNA-Erforschung beschleunigen“, sagt Dr. Alexander Schug, Abteilungsleiter am Scientific Computing Center (SCC) des KIT. „Wir können auch untersuchen, welche biologischen Zusammenhänge NucleicBERT gelernt hat und so besser verstehen, wie es zu seinen Vorhersagen kommt.“ Das Modell verbindet zwei Datenwelten: die schnell wachsende Menge bekannter RNA-Sequenzen und das knappe experimentelle Wissen über ihre Struktur und Funktion. (or)
Weitere Informationen:
nature.com/articles/s42256-026-01295-9
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Robotik: KIT zeigt humanoiden Roboter ARMAR beim Cyber Valley Day
Der Innovationscampus Cyber Valley, Europas größtes und führendes Zentrum für Künstliche Intelligenz (KI) und moderne Robotik, feierte Anfang September in Tübingen sein zehnjähriges Jubiläum. Dort präsentierte das KIT den humanoiden Assistenzroboter ARMAR und informierte über die aktuelle Forschung am High Performance Humanoid Technologies Lab (H²T) des KIT.
„Robotik und Künstliche Intelligenz gehören zu den zentralen Forschungsthemen des KIT. Der Innovationscampus Cyber Valley vernetzt uns mit starken Partnern aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft, um Innovationen gemeinsam voranzutreiben und für die Gesellschaft nutzbar zu machen“, sagt Professor Jan Hesthaven, Präsident des KIT. In einer immer älter werdenden Gesellschaft spielt Robotik eine zunehmend wichtige Rolle bei der Unterstützung in Pflege und Alltag. Am KIT wird dafür die humanoide Roboterserie ARMAR entwickelt. ARMAR versteht natürliche Sprache, greift Objekte, bewertet Situationen, plant vorausschauend und lernt kontinuierlich aus der Interaktion mit dem Menschen sowie aus eigener Erfahrung. „Humanoide Roboter sind die Königsdisziplin der Physical AI – einer Künstlichen Intelligenz, die handelt und gemeinsam mit uns in der realen Welt lernt. Gemeinsam mit dem Robotics Institute Germany bündeln wir Kompetenzen bundesweit, um humanoiden Robotern wie ARMAR den Weg in Pflege, Haushalt und Arbeitswelt zu ebnen“, sagt Professor Tamim Asfour, Leiter der Forschungsgruppe Hochperformante Humanoide Technologien (H²T) am Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT und Sprecher des Robotics Institute Germany. (lkr)
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KIT-Expertinnen und -Experten zum Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
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Eine älter werdende Gesellschaft, steigende Gesundheitskosten und Fachkräftemangel: Das sind nur einige Herausforderungen für die Gesundheitsversorgung der Zukunft. Forschende des KIT begegnen ihnen mit interdisziplinären Lösungen und neuen Denkansätzen. Im Wissenschaftsjahr 2026 „Medizin der Zukunft" stellen vier von ihnen ihre aktuellen Arbeiten vor: Professorin Ute Schepers vom Institut für Funktionelle Grenzflächen des KIT forscht an sich selbst regenerierende Herzklappen aus dem Labor. Dr. Alex Loewe vom Institut für Biomedizinische Technik entwickelt Computermodelle des Herzens. Mit winzigen Elektronenbeschleunigern für die Krebstherapie beschäftigt sich Professorin Anke-Susanne Müller, Leiterin des Instituts für Beschleunigerphysik und Technologie. Zudem untersucht Professor Tamim Asfour vom Institut für Anthropomatik und Robotik des KIT im Projekt JuBot den Einsatz humanoider Roboter in Pflegeeinrichtungen. (ase)
Weitere Informationen:
km.kit.edu/kit_express_12120.php
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Digitaler Gebäudebetrieb für die Zukunft: Das Start-up des KIT OnSite Solutions entwickelt mit BAIOSS eine Plattform, die den digitalen Reifegrad von Gebäuden sichtbar macht und daraus konkrete Maßnahmen ableitet. Gegründet von Dr. Tristan Emich, Dr. Tobias Kropp und Mario Dropulić, unterstützt das Unternehmen Gebäudeeigentümerinnen und -eigentümer, Betreibende sowie Planende dabei, vorhandene Daten und technische Systeme effizienter zu nutzen. Hintergrund ist die zunehmende Digitalisierung im Gebäudesektor. Während moderne Gebäude immer mehr technische Systeme und Datenquellen besitzen, fehlt in der Praxis häufig die Verbindung zwischen Bewertung, vorhandener Infrastruktur und konkreten Handlungsempfehlungen. OnSite Solutions setzt genau an dieser Stelle an und will den Gebäudebetrieb transparenter, effizienter und zukunftsfähiger machen. (sas)
OneSite Solutions im Gespräch mit der KIT-Gründerschmiede:
kit-gruenderschmiede.de/grundung-des-monats-onsite-solutions/
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Aktuelle Presseinformationen
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Dienstag, 06. Oktober 2026, 19:30 Uhr, Karlsruhe
EFFEKTE-Reihe im Oktober: Medizin im Wandel: Präzise, vernetzt, personalisiert
Wie sieht die Medizin von morgen aus? Bei der Veranstaltung lädt Jérémy Lefint vom Institut für Technik und Technikfolgenabschätzung des KIT dazu ein, den Einsatz von Robotik und KI im Gesundheits- und Pflegebereich anhand anschaulicher Beispiele zu erkunden und gemeinsam zu diskutieren, wie sich Technik im Gesundheitsbereich sinnvoll und menschlich einsetzen lässt. Zusätzlich zeigt Professor Darko Jekauc vom Institut für Sport und Sportwissenschaften des KIT, wie Künstliche Intelligenz die Rehabilitation verändert, indem sie beispielsweise Therapiepläne passgenau auf Patientinnen und Patienten abstimmt. Ort: TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum, Kaiserstraße 93, 76133 Karlsruhe.
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/62017
Dienstag, 06. Oktober, bis Sonntag, 11. Oktober 2026, Karlsruhe
REAL:LABOR FESTIVAL 3.0
Das Reallabor Festival 3.0 „Stadt.Gestaltung.Erfahrbar.Machen.“ bringt Wissenschaft und Gesellschaft zusammen, um neue Wege für eine nachhaltige und zukunftsfähige Stadt zu diskutieren. Bereits zum dritten Mal gibt das Festival Einblicke in die Arbeit von Reallaboren und zeigt, wie Forschung konkrete Veränderungsprozesse vor Ort anstoßen kann. Die Veranstaltung richten das TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum, das Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse des KIT und das KIT spark aus. Ort: TRIANGEL Transfer | Kultur | Raum, Kaiserstraße 93, 76133 Karlsruhe.
mensch-und-technik.kit.edu/reallabor_festival.php
Dienstag, 20. Oktober 2026, 9:00 Uhr, Karlsruhe
Materials Day 2026
Das KIT-Zentrum Materialien in Technik und Lebenswissenschaften lädt zum Materials Day ein, der Interessierte der Materialforschung zusammenbringen soll. In diesem Jahr liegt der Schwerpunkt auf „Neue Möglichkeiten im 3D-Druck“. Die Veranstaltung bietet wissenschaftliche Vorträge, Poster-Präsentationen sowie anschließend Zeit zum Netzwerken. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung notwendig. Die Vortragssprache ist Englisch
kit.edu/kit/veranstaltungskalender.php/event/62275
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Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 23 000 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.
Kontakt:
Christian Könemann
Pressesprecher
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Kommunikation und Marketing (KM)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608-41190
E-Mail: christian.koenemann@kit.edu
Datenschutz
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