|
|
KIT.kompakt - monatliche Pressenachrichten (Ausgabe 02/2026)
|
|
|
|
|
Mustermann,
heute erhalten Sie die aktuelle Ausgabe der monatlichen Pressenachrichten aus dem Karlsruher Institut für Technologie. Wir wollen Sie in kompakter Form über spannende Forschungsthemen informieren und freuen uns, wenn passende Nachrichten für Ihre redaktionelle Berichterstattung dabei sind. Gerne vermitteln wir Ihnen für weitere Informationen auch passende Ansprechpersonen. Über einen Beleg Ihrer Berichterstattung freuen wir uns.
Freundliche Grüße
Ihr Presseservice des KIT
|
|
|
|
|
| |
|
|
| |
Energiespeicher: Zemente für Wasserstoffspeicher bleiben stabil
|
|
|
|
|
|
|
Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien steigt der Bedarf an Speichern, die überschüssigen Strom aufnehmen und Netzschwankungen ausgleichen können. Unterirdische Wasserstoffspeicher können große Energiemengen über lange Zeiträume aufnehmen und gewinnen daher an Bedeutung. Voraussetzung ist allerdings, dass Speicher und Bohrungen dauerhaft dicht bleiben. Forschende des KIT haben im Verbundforschungsprojekt SAMUH2 experimentell überprüft, ob Wasserstoff die Bohrlochzemente im Untergrund beeinträchtigt.
Thermodynamische Modellierungen hatten mögliche Reaktionen zwischen Wasserstoff und Zement nahegelegt. Die Studie der Karlsruher Forschenden zeigte nun, dass sich unter den Versuchsbedingungen weder signifikante chemische Veränderungen noch Verschlechterungen der mechanischen oder physikalischen Eigenschaften feststellen ließen. „Wir konnten zeigen, dass die in der Praxis eingesetzten Bohrlochzemente bei abiotischen Bedingungen stabil bleiben und für unterirdische Wasserstoffspeicher grundsätzlich geeignet sind“, sagt Erstautor Sebastian Bruckschlögl vom Institut für Massivbau und Baustofftechnologie des KIT. Die Forschenden brachten konventionelle und polymermodifizierte Zemente mit Wasserstoff in Kontakt – bei hohem Druck und erhöhten Temperaturen, wie sie in unterirdischen Speichern realistisch sind. Anschließend untersuchten sie die Proben mit verschiedenen Messmethoden. „Die Ergebnisse liefern einen wichtigen Schritt für die künftige Planung unterirdischer Wasserstoffspeicher“, so Dr. Chaojie Cheng vom Institut für Angewandte Geowissenschaften des KIT. (ihe)
Weitere Informationen:
sciencedirect.com/science/article/pii/S0360319926002156
Bildunterschrift: Die Druckreaktoren wurden bei 50 Grad Celsius und 100 bar mit Zementproben und Wasserstoff befüllt. Dabei blieben die Bohrlochzemente stabil und dicht. (Foto: Cynthia Ruf, KIT).
|
|
|
|
|
|
|
| |
Quantentechnologie: Land Baden-Württemberg fördert Demonstratoren
Ob enorme Rechenleistung, ultrapräzise Sensoren oder hochmoderne Verschlüsselung: Quantentechnologien versprechen bahnbrechende Anwendungen. Sie nutzen die ungewöhnlichen Regeln der Quantenphysik, um neuartige technologische Systeme zu entwickeln. Das Land Baden-Württemberg fördert nun die Entwicklung von Demonstratoren in der Quantensensorik und -kommunikation.
In der neuen Förderlinie „Transfer-Booster für Quantentechnologie-Demonstratoren“ des Landes sollen elf ausgewählte Vorhaben in Prototypen, Anwendungen und Märkte überführt werden. An zwei der elf Vorhaben ist das KIT beteiligt. Im Projekt AURORA (steht für: Quantum-Enabled Polarization of Metabolites in Microfluidic Human Cell Culture) entwickelt eine Forschungsgruppe unter der Leitung von Dr. Sylwia Barker am Institut für Mikrostrukturtechnik des KIT eine biokompatible Quantensensorplattform zur Analyse des Krebsstoffwechsels in humanrelevanten In-vitro-Modellen. Das Projekt TRIQ (steht für: Transfer und Integration von Dünnschicht-Lithium-Niobat für Quantenkommunikation) ist an der Universität Heidelberg angesiedelt. Projektpartner sind das Quantenstartup LinQ sowie die Arbeitsgruppe um Professor David Hunger vom Physikalischen Institut des KIT. Die Partner untersuchen Weiterentwicklungen und Felddemonstrationen von Bauelementen für die Quantenkommunikation, insbesondere die Entwicklung verbesserter Sendereinheiten für Quantenschlüssel. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst und das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus finanzieren diese Projekte mit insgesamt 4,2 Millionen Euro. (jho)
Weitere Informationen:
mwk.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/pressemitteilung/pid/42-millionen-euro-fuer-quantentechnologie-demonstratoren-2
>> zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|
| |
Hitzebelastung: Klimawandel verstärkt Wärmeinseleffekt in den Tropen
Städte sind im Vergleich zu ihrem Umland oft wärmer. Dieser städtische Wärmeinseleffekt ist während Hitzewellen oft besonders ausgeprägt. Daher stellt sich die Frage, inwiefern die Diskrepanz zwischen Stadt und Land durch den Klimawandel weiter zunimmt. Forschende des KIT und der University of East Anglia in England haben nun 104 mittelgroße Städte in den Tropen und Subtropen hinsichtlich ihrer prognostizierten Temperaturveränderungen untersucht.
„Gängige globale Klimamodelle stoßen beim Abbilden von Trends in kleineren Städten auflösungstechnisch an Grenzen. Hochaufgelöste Stadtmodelle können wir wiederum nicht flächendeckend anwenden“, sagt Tenure-Track Professor Peer Nowack vom Institut für Theoretische Informatik des KIT, der die Studie mitbetreut hat. Er und sein Team nutzten Maschinelles Lernen, um globale, grobaufgelöste Klimaprojektionen in lokale Veränderungen städtischer Wärmeinseln zu übersetzen. Dabei zeigte sich: Rund 80 Prozent der untersuchten Städte in Indien, China und Westafrika erwärmen sich deutlich schneller als ihr Umland. In etwa 15 Prozent der Fälle könnten die urbanen Erwärmungen um 50 bis 100 Prozent höher ausfallen als bei einer globalen Durchschnittserwärmung um zwei Grad Celsius ohnehin zu erwarten wäre. Damit weist die Studie erstmals darauf hin, dass mittelgroße Städte, in denen ein großer Teil der Weltbevölkerung lebt, zukünftig bislang unterschätzten Hitzebelastungen ausgesetzt sein könnten. Die Ergebnisse können helfen, Gesundheitsrisiken besser einzuschätzen und Maßnahmen zur urbanen Hitzeanpassung in betroffenen Gebieten zu entwickeln. (lla)
Weitere Informationen:
pnas.org/doi/10.1073/pnas.2502873123
>> zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|
| |
Datenanalyse: Neue Methode macht Konjunkturprognosen verständlicher
Politik, Wirtschaft und Gesellschaft interessieren sich dafür, wie sich zentrale Wirtschaftsindikatoren entwickeln. Prognosen zu Wachstum und Inflation sind leicht verfügbar, doch die Unsicherheit dahinter bleibt oft unklar. Das KIT zeigt gemeinsam mit dem Heidelberg Institute for Theoretical Studies (HITS), wie sich diese Unsicherheit unkompliziert messen lässt.
Die Forschenden haben eine Methode entwickelt, die Prognoseintervalle für Wachstum und Inflation der führenden Industrienationen erstellt. Damit können sie Aussagen wie „Mit einer Wahrscheinlichkeit von 80 Prozent wird die Inflation in Deutschland im Jahr 2026 zwischen 0,5 Prozent und 3 Prozent liegen“ treffen. Grundlage sind Punktprognosen des Internationalen Währungsfonds und eine Analyse früherer Prognosefehler. „Das Verfahren ist transparent und leicht anzuwenden“, sagt Friederike Becker, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Statistik des KIT. „Wir nutzen die Expertise des Internationalen Währungsfonds und erzielen Ergebnisse, die mit komplexen statistischen Modellen vergleichbar sind“, ergänzt Melanie Schienle, Professorin am KIT und Senior Researcher am HITS. Die Methode eignet sich für alle Arten von Punktprognosen, sofern Daten zu früheren Fehlern vorliegen. Sie ist interpretierbar, transparent und auch ohne statistisches Fachwissen nutzbar. Aktuelle Prognoseintervalle stellt das Team auf einer öffentlich zugänglichen Website bereit. (jho)
Weitere Informationen:
projecteuclid.org/journals/annals-of-applied-statistics/volume-19/issue-4/Simple-macroeconomic-forecast-distributions-for-the-G7-economies/10.1214/25-AOAS2095.full
>> zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|
| |
Neues Themenhighlight: Wie Roboter Menschen verstehen lernen
Wenn Rudolf Lioutikov über intelligente Roboter spricht, klingt das nicht nach Science-Fiction. Dem Professor für Maschinelles Lernen und Robotik am KIT geht es um Alltagsdinge. Mit seinem Intuitive Robots Lab am KIT revolutioniert er die Mensch-Roboter-Interaktion – und konkurriert dabei erfolgreich mit US-Tech-Giganten.
Zum aktuellen Themenhighlight
>> zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|
| |
|
|
Resilienz kritischer Infrastrukturen: Zu kritischen Infrastrukturen zählen alle Systeme, die für das Funktionieren des Gemeinwesens, die Versorgung mit unentbehrlichen Gütern und Dienstleistungen sowie die Sicherheit der Bevölkerung wesentlich sind. Resiliente Systeme erkennen Gefahren frühzeitig, passen sich an unerwartete Ereignisse an, lernen aus Erfahrungen und werden nach Störungen rasch wieder funktionsfähig. „Entscheidend ist ein tiefes Verständnis der systemischen Abhängigkeiten, Unsicherheiten und Wechselwirkungen, die durch Digitalisierung, zunehmende Vernetzung, den Klimawandel sowie durch die Energie- und Mobilitätswende weiter an Bedeutung gewinnen“, betont Dr. Sadeeb Simon Ottenburger, Leiter der Abteilung „Resiliente und Smarte Infrastruktursysteme“ (RESIS) am Institut für Thermische Energietechnik und Sicherheit des KIT. (ase)
Weitere Informationen:
km.kit.edu/expertinnen-und-experten-des-kit_ottenburger.php
>> zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|
| |
|
|
KI-gestützte Inspektionslösung: Elektronik steckt voller Wertschöpfung – und landet trotzdem viel zu oft im Müll. Das will Desoltik ändern. Das Start-up des KIT entwickelt eine KI-gestützte Inspektionslösung, die elektronische Geräte in kürzester Zeit klassifiziert. Davon profitieren Reparaturdienstleister ebenso wie Elektronikhersteller mit eigenen Serviceorganisationen: Die Inspektion und Fehlersuche beschleunigt sich deutlich – sowohl in der Reparatur als auch in der Produktion neuer Elektronik. Desoltik ist aus dem Student Innovation Lab des KIT hervorgegangen, einem Modul, in dem Studierende bei der Gründung eines Start-ups begleitet werden. In den kommenden zwölf Monaten stehen für das Team mehrere Meilensteine an: die Gründung einer GmbH, die Weiterentwicklung des Produkts im EXIST-Programm, der Start von Pilotprojekten mit ersten Kundinnen und Kunden, die Erschließung neuer Marktsegmente sowie der Aufbau erster Mitarbeitenden. (sas)
Desoltik im Gespräch mit der KIT-Gründerschmiede:
kit-gruenderschmiede.de/gruendung-des-monats-desoltik/
>> zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|
| |
|
Aktuelle Presseinformationen
|
|
|
|
|
|
|
| |
|
|
Montag, 23. März, bis Donnerstag, 26. März 2026, Karlsruhe
Frühlingsakademie der Nachhaltigkeit
Mit dem Thema „Was ist nachhaltige Kreislaufwirtschaft?“ beschäftigt sich die Projektwoche der Frühlingsakademie der Nachhaltigkeit vom Studium Generale. Forum Wissenschaft und Gesellschaft (FORUM) des KIT. Das Programm bietet eine öffentliche Keynote von Professor Sven Matthiesen, Leiter des Instituts für Produktentwicklung des KIT, mit dem Titel „Gebraucht und doch wie neu – das ewig innovative Produkt in der Kreislaufwirtschaft“. Außerdem eine Vielzahl paralleler Workshops und Exkursionen sowie einer abschließenden Podiumsdiskussion. Ort: Campus Süd des KIT, 76131 Karlsruhe.
forum.kit.edu/fruehlingsakademie/index.php
Save the Date: Montag, 20. April, bis Freitag, 24. April 2026, Hannover
Hannover Messe 2026
Auf der Hannover Messe präsentiert das KIT wieder ausgewählte Highlights aus der Technologieentwicklung. Am Zentralstand (Halle 11) steht das Thema Fusionsenergie im Mittelpunkt. Ergänzend zeigt das KIT Exponate zu innovativen Verfahren der additiven Fertigung, zu aktuellen Entwicklungen in der Wasserstofftechnik sowie zu neuen Ansätzen zur Elektrifizierung chemischer Prozesse. Ort: Messegelände, Hermes Allee, 30521 Hannover.
km.kit.edu/hannovermesse2026.php
>> zurück zur Übersicht
|
|
|
|
|
Im Dialog mit der Gesellschaft entwickelt das KIT Lösungen für große Herausforderungen – von Klimawandel, Energiewende und nachhaltigem Umgang mit natürlichen Ressourcen bis hin zu Künstlicher Intelligenz, technologischer Souveränität und demografischem Wandel. Als Die Universität in der Helmholtz-Gemeinschaft vereint das KIT wissenschaftliche Exzellenz vom Erkenntnisgewinn bis zur Anwendungsorientierung unter einem Dach – und ist damit in einer einzigartigen Position, diese Transformation voranzutreiben. Damit bietet das KIT als Exzellenzuniversität seinen mehr als 10 000 Mitarbeitenden sowie seinen 22 800 Studierenden herausragende Möglichkeiten, eine nachhaltige und resiliente Zukunft zu gestalten. KIT – Science for Impact.
Kontakt:
Christian Könemann
Pressesprecher
Karlsruher Institut für Technologie (KIT)
Kommunikation und Marketing (KM)
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
Tel.: +49 721 608-41190
E-Mail: christian.koenemann@kit.edu
Datenschutz
|
|
|
|
|
|
|
|
Damit in Zukunft keine Ausgabe von KIT.kompakt im Spam-Ordner landet,
tragen Sie unsere Absenderadresse bitte in das Adressbuch Ihres E-Mail-Programms ein.
|
|
|
|
|
|
|
|
|