Ausgabe 16/2011
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Autor:
Saskia Kutscheidt, Kosta Schinarakis, Klaus Rümmele
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Quelle:
KIT-Abteilung Presse
- Datum: 13.09.2011
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KIT-Kompakt - Ausgabe 16/2011
Newsletter für Journalisten
UNSERE THEMEN
1. Internationale Konferenz über Ursachen und Folgen des Klimawandels
Wissenschaftler diskutieren bei der „iLeaps Conference“ in Garmisch-Partenkirchen aktuelle Forschungsergebnisse – Pressekonferenz am 19.9.2011
2. Hochbegabte stellen Ergebnisse vor
Schülerinnen und Schüler forschen in den MINT-Fächern – die Ergebnisse präsentieren sie am 23.9.2011 am KIT
3. Konferenz zu neuen Entwicklungen in der Navigationstechnik
Bei der Tagung vom 20.9.-21.9.2011 in Karlsruhe ist der international führende Experte in der Präzisionsnavigation, Prof. Vladimir Peshekonov, zu Gast
Gründung des 18. Alumniclubs weltweit in Lima, Peru – Förderung von neuen Alumni-Expertenseminaren in Lateinamerika
6. Saisonauftakt in neuer Heimat
Karlsruher Basketballmannschaft GEQUOS trainiert unter dem Dach des KIT SC – Zum Saisonauftakt am 25.9. spielen sie in Halle 1 des KIT-Sportinstituts
7. Erfahrungsaustausch von Chemikern und Ingenieuren
DVGW-Tagung vom 22.9.-23.9.2011 rund um das Thema Gas in Karlsruhe – Prof. Thomas Kolb referiert über Energieforschung am KIT
8. Blinder Höhlenfisch schaut nicht auf die biologische Uhr
Studie unter Beteiligung von KIT-Forschern zeigt: Manche Fische stellen oder nutzen ihre innere Uhr nicht mehr
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1. Internationale Konferenz über Ursachen und Folgen des Klimawandels
Fossile Brennstoffe sind die Hauptquelle der vom Menschen verursachten Treibhausgase. Aber Veränderungen der Landoberfläche, etwa durch intensive landwirtschaftliche Nutzung oder das Roden von Wäldern, stellen mit Platz Zwei eine nicht unerhebliche Quelle von klimarelevanten Treibhausgasen dar. Dabei spielen alle Komponenten von Landökosystemen eine Rolle: So beeinflussen z.B. Bodenart und -feuchte die Bodentemperatur und dadurch eine veränderte Emission von biologisch produzierten Treibhausgasen, auch die Artenvielfalt im Waldbestand wirkt sich auf die globale Kohlendioxid-(CO2-)Bilanz aus. Die Wechselwirkungen zwischen Landökosystemen und Atmosphäre stehen im Mittelpunkt der „iLEAP Science Conference 2011“, die das Institut für Meteorologie und Klimaforschung des KIT in Zusammenarbeit mit iLEAPS-IPO, Helsinki, Finnland vom 18. bis 23. September 2011 in Garmisch-Partenkirchen veranstaltet. 400 Wissenschaftler aus allen Kontinenten diskutieren aktuelle Forschungsergebnisse zu Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels.
In einer Pressekonferenz am Montag, den 19. September, um 13:30 Uhr im Kongresszentrum in Garmisch-Partenkirchen werden führende Wissenschaftler ihre Themen und Ergebnisse den Medienvertretern vorstellen.
Anmeldungen zur Pressekonferenz per E-Mail bei elija.bleher@kit.edu oder am 19. September im Tagungsbüro.
Nähere Informationen zur Konferenz:
http://ileaps.org/multisites/Science_Conference_2011/
http://www.ileaps.org/phocadownload/SC201/SC2011%20press%20release%20080911_NB.pdf
2. Hochbegabte stellen Ergebnisse vor
Trojanische Peptoide, Genetischer Barcode, Farbstofflaser, Stressmessung – vielfältig waren die Themen, die hochbegabte Schülerinnen und Schüler seit Herbst 2010 in Projekten am KIT bearbeitet haben. Grundlage ist eine Kooperation des KIT mit dem Hector-Seminar, einer Initiative zur Förderung junger Talente in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Ihre Ergebnisse stellen sie am Freitag, 23. September, von 18.00 bis circa 21.00 Uhr, im Lehmann-Hörsaal (Engesserstraße 7, Gebäude 30.22) am Campus Süd des KIT vor. Die Schülerinnen und Schüler präsentieren ihre Arbeiten in zwei parallel laufenden Vortragsblöcken, danach diskutieren sie mit dem Publikum.
3. Konferenz zu neuen Entwicklungen in der Navigationstechnik
Die neusten Entwicklungen im Bereich der Navigationstechnik stehen im Mittelpunkt der internationalen Konferenz „Inertial Sensors and Systems“, die unter der Leitung von Professor Gert Trommer vom Institut für Theoretische Elektrotechnik und Systemoptimierung (ITE) von Dienstag, 20.9. bis Mittwoch, 21.9.2011 im Gartensaal des Karlsruher Schlosses stattfindet. Neben internationalen Experten der Gyro-Technologie ist in diesem Jahr Professor Vladimir Peshekhonov, der führende russische Experte in der Präzisionsnavigation, mit einer Delegation aus St. Petersburg zu Gast. Peshekhonov gilt gleichzeitig als Pionier der russischen U-Boot-Navigation. Die Konferenz bietet den Experten die Möglichkeit, Kontakte zur Industrie sowie zu Forschungsinstituten zu knüpfen.Weitere Informationen zum Programm und Anmeldung unter: http://www.ite.kit.edu/GYRO/ und unter gyro@ite.kit.edu.
Das KIT-Alumninetzwerk war erneut erfolgreich im Antrag um eine Förderung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes für Alumni-Expertenseminare in Lateinamerika: Mit der Förderung setzt sich in diesem Jahr die Seminarreihe „Erneuerbare Energien“ für ehemalige KIT-Studierende fort, die bereits seit einigen Jahren erfolgreich in Santiago de Chile läuft. Die Seminare bieten den ehemaligen Studierenden die Möglichkeit, Fachwissen zu erwerben, Kontakte in Wirtschaft und Wissenschaft zu knüpfen und sich länderübergreifend auszutauschen. Außerdem startet der 2009 gegründete argentinische Alumniclub die auf zwei Jahre angelegte Reihe „Erneuerbare Energien in Südamerika und Europa“ in Córdoba, Argentinien. Bei einer Lateinamerika-Reise hat KIT-Präsident Horst Hippler in Lima, Peru, den 18. KIT-Alumniclub weltweit eröffnet. Der Club ist ein Ehemaligennetzwerk von KIT-Alumni in Peru, die in Lima und Umgebung ehrenamtlich als Botschafter für das KIT arbeiten. Der Alumniclub in Peru ist der sechste in Lateinamerika nach Mexiko, Chile, Brasilien, Ecuador und Argentinien.
5. Saisonauftakt in neuer Heimat
Zwei spannende Karlsruher Basketball-Projekte haben sich in diesem Sommer unter dem Dach des KIT SC zu den KIT SC GEQUOS zusammengeschlossen. Die Regionalliga-Mannschaft, die in der vergangenen Saison sogar fast den Sprung in die ProB – die dritte Liga – geschafft hätte, bereitet sich bereits seit einigen Wochen in den Hallen des Instituts für Sport und Sportwissenschaft auf dem Campus Süd auf die kommende Saison vor.Beim KIT SC sieht man dem neuen Aufgabenbereich freudig entgegen. „Mit dieser Kooperation hält der Leistungssport in unserem Verein Einzug. Wir stehen dieser Entwicklung sehr positiv gegenüber und freuen uns auf eine spannende Saison im Umfeld des KIT“, so die beiden Vorstandsmitglieder Dr. Sascha Härtel und Dr. Dietmar Blicker. Die KIT SC GEQUOS werden sich zum Saisonauftakt am Sonntag, 25. September 2011, gegen den SV 03 Tübingen zum ersten Mal in der neuen Heimat präsentieren. In Halle 1 des Sportinstituts erfolgt um 17.30 Uhr der Sprungball.
6. Erfahrungsaustausch von Chemikern und Ingenieuren
Über chemische Energieträger referiert KIT-Professor Thomas Kolb am Donnerstag, 22. September, im Konzerthaus Karlsruhe (Kleiner Saal, Obergeschoss). Der Vortrag ist Teil der DVGW-Tagung „Erfahrungsaustausch der Chemiker und Ingenieure des Gasfaches 2011“ am Donnerstag, 22. und Freitag, 23. September 2011, bei der Experten aus Industrie und Forschung referieren. Thomas Kolb, Leiter des Engler-Bunte-Instituts, Bereich Chemische Energieträger - Brennstofftechnologie, wird in seinem Vortrag auch auf die Energieforschung am KIT eingehen. Weitere Themen sind unter anderem die Auswirkung des Energiekonzeptes der Bundesrepublik Deutschland auf den Wärmemarkt oder die Entschwefelung von Erdgas für Energie-Anwendungen. Das KIT, die Stadtwerke Karlsruhe und der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) organisieren die Veranstaltung gemeinsam.Medienvertreter sind herzlich eingeladen.
Journalisten können sich bei Annette Klesse per E-Mail unter klesse@dvgw-ebi.de oder telefonisch unter 0721/96402-20 anmelden.
Infos zum Programm:
http://www.dvgw.de/fileadmin/dvgw/angebote/berufsbildung/pdf/ea_chem_ing11.pdf
7. Blinder Höhlenfisch schaut nicht auf die biologische Uhr
Eine gut gestellte biologische Uhr hilft Organismen, ihren Tagesaufgaben erfolgreich nachzugehen und zu überleben. Vom Einzeller bis zum Menschen hat die Evolution innere Uhren eingerichtet und Mechanismen eingeführt, sie mit dem gegebenen Tag- und Nachtrhythmus zu synchronisieren. In einer nun in der Zeitschrift PLoS Biology veröffentlichten Studie unter Beteiligung von KIT-Forschern wurde gezeigt, dass selbst Fische, die eigentlich keine Uhr benötigen, zwar noch eine besitzen, aber diese nicht mehr stellen oder nutzen. Der Karpfenfisch Phreatichthys andruzzii lebt seit rund 2 Millionen Jahren in Höhlen unter der Wüste Somalias und besitzt weder Augen noch andere Photorezeptoren, aber noch eine rudimentäre Uhr. Als die Forscher ihm durch regelmäßiges Füttern einen 24-Stunden Rhythmus vorgaben, konnte er ihn antizipieren und selbstständig folgen. Im nächsten Schritt wurde der von anderen Fischarten bekannte genetische Schalter für die biologische Uhr umgelegt und der Höhlenfisch begann, einem 47-Stunden-Rhytmus zu folgen. „Die biologische Uhr ist eine sehr stabile Einrichtung der Evolution und ähnelt sich bei verschiedenen Spezies“, erklärt Nicholas Foulkes, Chronobiologe und Gruppenleiter am KIT. „Aber vielleicht beobachten wir gerade am Höhlenfisch wie die Uhr erst nachgeht und über Millionen Jahre dann kaputt geht.“
Das Originalpaper bei PLoS
http://www.plosbiology.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pbio.1001141
Cavallari N, Frigato E, Vallone D, Fröhlich N, Lopez-Olmeda JF, et al. (2011) A Blind Circadian Clock in Cavefish Reveals that Opsins Mediate Peripheral Clock Photoreception. doi:10.1371/journal.pbio.1001142Eine populärwissenschaftliche Aufarbeitung des Themas bei PLoS
http://www.plosbiology.org/article/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pbio.1001141
Homepage der Arbeitsgruppe um Prof. Nicholas Foulkes und weitere Informationen zur Chronobiologie in Karlsruhe
http://www.itg.kit.edu/foulkes.php
http://www.kit.edu/besuchen/pi_2010_691.php
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Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Das KIT verbindet die Aufgaben Forschung – Lehre – Innovation in einem Wissensdreieck.